Einfache vs. Komplexe Kohlenhydrate: Der Unterschied im Blutzucker
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Einfache Kohlenhydrate (Monosaccharide & Disaccharide): Stecken in Haushaltszucker, Süßigkeiten, Fruchtsäften und Weißmehl. Sie gelangen rasch ins Blut, lassen den Blutzuckerspiegel steil ansteigen und provozieren eine hohe Insulinausschüttung. Die Folge: Schnelle Energie, gefolgt von einem ebenso schnellen Abfall – oft gepaart mit Heißhunger.
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Komplexe Kohlenhydrate (Polysaccharide): Stecken in Vollkornprodukten, Haferflocken, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Gemüse. Die langen Molekülketten müssen vom Körper mühsam aufgespalten werden. Sie liefern kontinuierlich Energie, halten den Blutzuckerspiegel stabil und bringen darmgesunde Ballaststoffe mit. Wer auf komplexe Kohlenhydrate setzt, fördert eine langanhaltende Sättigung und schont die Bauchspeicheldrüse.
Aufgaben im Körper: Energiebereitstellung und Glykogenspeicher
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Treibstoff für das Gehirn: Das menschliche Gehirn verbraucht täglich etwa 120 Gramm Glucose als primäre Energiequelle.
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Glykogenspeicher: Überschüssige Glucose wird in Form von Glykogen in der Leber (ca. 100 g) und in den Muskelzellen (ca. 300–500 g) gespeichert. Diese Speicher dienen als schnell verfügbares Depot für intensive Trainingseinheiten und werden beim Kohlenhydrate essen aufgefüllt.
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Proteinsparender Effekt (Protein Sparing): Sind ausreichend Kohlenhydrate vorhanden, muss der Körper keine Aminosäuren aus der Muskulatur abbauen, um Glucose über die Gluconeogenese selbst herzustellen.
Wie viele Kohlenhydrate essen pro Tag? Die Berechnungsformel
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Proteine festlegen: Ca. 1,6 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht (4 kcal pro Gramm). Entspricht bei 70kg Körpergewicht etwa 100-140g Proteine = 400-560 kcal
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Fette festlegen: Ca. 0,8 bis 1,0 g pro kg Körpergewicht (9,3 kcal pro Gramm). Entspricht bei 70kg Körpergewicht etwa 56-70g Fette = 500-630 kcal
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Restkalorien mit Kohlenhydraten auffüllen: Ziehe die Kalorien von Protein und Fett von deinem Gesamtkalorienziel (Isokalorisch, Defizit oder Überschuss) ab. Die verbleibenden Kalorien teilst du durch 4 – das ergibt deine individuelle Grammanzahl an Kohlenhydraten.
Der smarte Umgang mit dem Treibstoff
Legende
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Glucose: Der einfachste Traubenzucker und die zentrale biochemische Energieform im menschlichen Blut.
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Glykogen: Die Speicherform der Glucose in Leber und Muskulatur.
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Insulin: Ein von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttetes Hormon, das Glucose aus dem Blut in die Zellen transportiert.
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Polysaccharide: Vielfachzucker bzw. komplexe Kohlenhydrate, deren Ketten aus mindestens zehn Monosaccharid-Einheiten bestehen.
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Gluconeogenese: Die Neubildung von Glucose in der Leber aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen (z. B. Aminosäuren oder Glycerin).
Rechtlicher Hinweis: Die in diesem Artikel bereitgestellten ernährungswissenschaftlichen und biochemischen Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung auf fittrend.de. Sie ersetzen keine individuelle Ernährungsberatung oder ärztliche Untersuchung. Gemäß den Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) stellen die Beschreibungen von Kohlenhydrat-Effekten keine Heilversprechen bezüglich der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus dar.

